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Gesundheit neu denken: Wertschöpfungspotenziale von Gesundheit und Gesundheitswirtschaft Produktivitätsverluste und Fehlversorgung durch falsche Versorgungsparadigmen

MetaForum-Workshop für Landes- und Bundespolitiker der SPD (auf Einladung). 13. September 2012, 16.00 – 20.00 Uhr, Landesvertretung Baden-Württemberg, Tiergartenstraße 15, 10785 Berlin

„Sparen an Gesundheit“ ist in mehrfacher Hinsicht der falsche Weg, um unserem Gesundheitssystem langfristig den Stellenwert, die Funktion und die Potenziale zuzuweisen, die wir ihm angesichts des demographischen Wandels und wachsenden Fachkräftemangels zusprechen müssen. „Kluge Investition in Gesundheit und Gesundheitswirtschaft“ muss, angesichts wachsender gesundheitlicher Herausforderungen und steigendem Fachkräftemangel, das neue gesundheitspolitische Paradigma lauten: Auf Beträge zwischen 250 und 360 Mrd. Euro werden die Produktivitätsausfälle durch gesundheitliche Einschränkungen geschätzt, und fast jeder fünfte Deutsche, der heute in Rente geht, hat – nach einer Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung – sein Arbeitsleben aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig beenden müssen. Das wird, mit Blick auf die vor uns liegenden demographischen Herausforderungen, nicht so bleiben können.

Der ressort-übergreifende Workshop„Wertschöpfungspotenziale von Gesundheit und Gesundheitswirtschaft“für sozialdemokratische Bundes- und und Landespolitiker soll aufzeigen, wie umfassend die Wertschöpfungspotentiale der Gesundheitsversorgung interpretiert werden müssen. Klar werden sollte dabei, dass nicht allein das enge Ressort der Gesundheitspolitik und des Gesundheitsministeriums adressiert werden kann, wenn diese volkswirtschaftlichen Potentiale wirklich ausgeschöpft werden sollen. Das verkürzte Denken in den Rahmenvorgaben der Sozialgesetzgebung – vor allem der Sozialgesetzbücher V, VII, IX und XI (die ihrerseits kaum integriert aufeinander Bezug nehmen) – ist nicht dazu in der Lage, die volks- und betriebswirtschaftlichen Ressourcen einer ganzheitlich gedachten Gesundheitsversorgung erfolgreich zu heben. Erforderlich ist vielmehr eine konzertierte Aktion, die abgestimmte Konzepte und eine gemeinsame Zielsetzung der Ressorts Gesundheitspolitik, Bildung & Forschung, Wirtschaft, Verbraucherschutz sowie Arbeit & Soziales initiieren muss.

Welche Potenziale hier auf welchen Wegen umfassend auszuschöpfen sind, soll zentrales Thema des ressortübergreifenden Workshops sein.

Agenda:

16.00 Uhr        Grußwort, Einführung

  • Peter Friedrich (Landesregierung Baden-Württemberg)
  • Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Schwartz: Gesundheit neu denken, was bedeutet das?
  • Dr. Sven Wydra (Fraunhofer ISI): Potentiale regionaler Gesundheitswirtschaft

16.45 Uhr      Wertschöpfung durch Gesundheitswirtschaft

  • Dr. Meinrad Lugan (B.Braun Melsungen AG)
  • Hanspeter Quodt (MSD Sharp & Dohme GmbH)

17.45 Uhr       Brezelpause

18.00 Uhr       … und Gesundheit als Wertschöpfungsfaktor

  • Prof. Dr. Klaus Dirk Henke (TU Berlin)
  • Jürgen Brennenstuhl (BKK im Unternehmen e.V., Daimler BKK)

19.00 Uhr       Abschlussdiskussion

19.30 Uhr       Imbiss

Moderation: Dr. Albrecht Kloepfer (Büro für gesundheitspolitische Kommunikation)

Die Veranstaltung wurde ermöglicht durch Spenden der B.Braun Melsungen AG, des BKK im Unternehmen e.V. und der MSD Sharp & Dohme GmbH.